Zwei Pellematic Condens XL mit insgesamt 200 kW ersetzen die alte Ölheizung und versorgen Tennishalle und Vereinsgebäude des SC Gauting mit Wärme und Warmwasser.
Neue Wärme für
historische Mauern
Wenn Geschichte auf Zukunft trifft
144 kW Pelletwärme ersetzen Öl in der Alten Mälzerei
Jahrzehntelang stand die historische Alte Mälzerei in Schwabmünchen leer. Heute beherbergt das denkmalgeschützte Gebäude 41 moderne Wohneinheiten auf 3.720 m². Statt die bestehenden Gebäude aufzugeben, wurde die historische Bausubstanz erhalten, behutsam revitalisiert und für eine neue Nutzung weiterentwickelt. Auch bei der Wärmeversorgung begann ein neues Kapitel: Drei ÖkoFEN Pellematic Maxi mit Brennwerttechnik und jeweils 48 kW ersetzen den alten Ölkessel. Die ursprünglich geplante Ergänzung durch einen Gas-Spitzenlastkessel wurde verworfen – die benötigte Heizleistung wird vollständig durch die Pelletanlage bereitgestellt.
Bewusste Entscheidung für Pellets
Die Entscheidung für eine Pelletheizung fiel auf Empfehlung des Energieberaters Stefan Preiß. Ein zunächst geplanter Gas-Spitzenlastkessel wurde verworfen. Stattdessen deckt die Pelletanlage den gesamten Wärmebedarf ohne fossile Ergänzung ab.
Gerade bei der Sanierung historischer Gebäude bietet die Pelletheizung wesentliche Vorteile: Vorhandene Schornsteine können weiter genutzt und die für Altbauten erforderlichen Vorlauftemperaturen zuverlässig erreicht werden. Eine aufwendige energetische Sanierung der Gebäudehülle war für den Betrieb der Heizungsanlage nicht erforderlich. Die drei Kessel sind als Kaskade geschaltet. Fällt eine Anlage aus, übernehmen die anderen Kessel und sichern die Wärmeversorgung.
Zuverlässige Wärme für 41 Wohneinheiten
Die Sanierung des Areals begann im Oktober 2021, die ersten Wohnungen wurden im Oktober 2023 fertiggestellt. Seit Dezember 2023 arbeitet die Heizungsanlage zuverlässig im Dauerbetrieb. Die Wärme wird über Fußbodenheizungen in den Wohnräumen verteilt. Zusätzliche Wärmeerzeuger zur Abdeckung von Spitzenlasten sind nicht notwendig.
Das eigens konstruierte Pelletlager fasst rund 40 Tonnen und reicht für etwa zehn Monate Heizbetrieb. Die Pellets werden von einem regional ansässigen Händler geliefert und über Förderschnecken sowie Saugrohre automatisch zu den einzelnen Kesseln transportiert. Für die Verwaltung beschränkt sich der laufende Aufwand im Wesentlichen auf die rechtzeitige Pelletbestellung und das regelmäßige Entleeren der Aschekästen.
„Wir decken die benötigte Leistung komplett über Pellets ab und verzichten auf jegliche fossile Ergänzung.“
erklären die Projektverantwortlichen
Moderne Heiztechnik für historische Bausubstanz
Die Alte Mälzerei zeigt, wie sich Denkmalschutz, moderner Wohnkomfort und eine CO₂-reduzierte Wärmeversorgung erfolgreich verbinden lassen. Die Pelletanlage nutzt die vorhandene Infrastruktur, deckt den vollständigen Wärmebedarf ohne fossile Ergänzung und sorgt für eine zuverlässige Versorgung der 41 Wohneinheiten mit regional erzeugten Pellets.
