Staatliche Förderung für Pelletheizungen in Deutschland

Förderoptionen im Überblick

Die Bundesregierung bietet hochattraktive Förderungen für das Heizen mit Holzpellets. 

Förderung finanziell so attraktiv wie nie!

 

Förderung im Neubau


Seit 01.01.2021 gibt es keine Förderung von Einzelmaßnahmen mehr im Neubau.
Aktuell werden Pelletheizungen über die förderfähigen Kosten der KfW Neubauförderung mitgefördert.
Ab dem 01.07.2021 wird es möglich sein, statt der Kreditförderung wahlweise eine Förderung per Direktzuschuss zu beantragen. Der Einbau einer Pelletheizung wird dann über die Einführung von sog. „EE-Klassen“ nochmals besonders honoriert.
Bei einem Effizienzhaus 55 beträgt die effektive Förderhöhe zusätzlich  8.250 Euro, bei einem Effizienzhaus 40 sogar 9.750 Euro:

 

 

Effizienzhaus

Fördersatz

Höchstförderung
ohne EE-Klasse

Max. Zusatzförderung
mit EE-Klasse

                           55 EE
17,5 %
18.000 €

+ 8.250 €

  40 EE 22,5 %
24.000 €

+ 9.750 €

  40 Plus 25 % 33.750 € keine
     

Die aufgeführten Summen gelten jeweils pro Wohneinheit.

Für die Beantragung der Förderung und Begleitung des Vorhabens ist im Vorfeld ein Energieeffizienz-Experte einzubinden. 

 

Bewilligungsbehörde ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

www.bafa.de (>> Rubrik Energie >> Bundesförderung für effiziente Gebäude)
Als Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) nimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wichtige administrative Aufgaben des Bundes wahr. Über das BAFA fördert die Bundesregierung den Heizungstausch und den Einbau umweltfreundlicher Pelletkessel jetzt so attraktiv wie nie zuvor! Die Antragsstellung für die Förderung erfolgt direkt über das BAFA. 

Ergänzungskredit über KfW möglich

Neben der BAFA-Förderung können bei der KfW-Förderbank zinsgünstige Darlehen mit Tilgungserlass beantragt werden. Die bundeseigene KfW-Förderbank finanziert den Bau bzw. Kauf von energieeffizienten Gebäuden, energetisches Sanieren und die Nutzung Erneuerbarer Energien mit umfangreichen Fördermitteln.
Infos zu Konditionen und Möglichkeiten erhalten Sie unter www.kfw.de

Förderfähige Kosten

Neben den Anschaffungskosten der Pelletheizung sind auch viele weitere Ausgaben förderfähig. 
Zu den förderfähigen Anlagekosten zählen alle Kosten für:

  • den Pelletkessel
  • die Installation, Inbetriebnahme, Regulierung und Einweisung
  • die Brennstoffaustragung (z.B. Saug- oder Förderschneckensystem)
  • Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (auch die Füllstandsüberwachung im Lager)
  • Wärmespeicher (z.B. Pufferspeicher)

Auch die anfallenden Nebenkosten / Umfeldmaßnahmen werden gefördert. Dazu zählen alle Kosten für:

  • Heiz- und Technikraum (bei Sanierung oder Umgestaltung)
  • Aufbewahrung der Pellets (z.B. Gewebetank)
  • Abgassystem und Schornstein
  • Wärmeverteilung und -übergabe im Gebäude (in der Sanierung z.B. die Installation von Fußbodenheizungen anstelle von Heizkörpern)
  • Warmwasserbereitung
  • Demontage der Altanlage (beim Ölkesseltausch auch die Entsorgung der alten Öltanks)
  • Kosten für Beratung, Planung und Baubegleitung

Die zur Förderung anrechnungsfähigen Kosten wurden von ehemals 50.000 € erhöht auf 60.000 € pro Wohneinheit,
bei Nichtwohngebäuden auf 1.000 Euro pro m² Nettogrundfläche, max. jedoch 15 Mio. Euro.
Das Mindestinvestitionsvolumen beträgt bei Einzelmaßnahmen 2.000 € (brutto).

 

Eine detaillierte Aufstellung der förderfähigen Kosten finden Sie im Merkblatt der BAFA:

Merkblatt downloaden

 
 

Voraussetzung für die Förderung

ÖkoFEN Pelletkessel erfüllen die Fördervoraussetzungen und sind bei der BAFA als förderfähige Kessel gelistet.

Bei Biomassekesseln ist ein Pufferspeicher-Volumen von mindestens 30 Liter je kW Nennwärmeleistung Fördervoraussetzung.
Bei einem Pelletkessel mit 16 kW Nennwärmeleistung ist das beispielsweise ein Pufferspeicher mit mindestens 480 Litern Füllvolumen.

Zudem ist ein Wärmemengenzähler zur Erfassung der erzeugten Wärme zu installieren.

 

Wie bekomme ich die Förderung?

Erstens: Antrag stellen
Der Förderantrag muss vor Auftragsvergabe beim BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) online gestellt werden:
www.bafa.de (>> Energie >> Bundesförderung für effiziente Gebäude)

Bei der Antragstellung muss die Höhe der voraussichtlichen förderfähigen Kosten angegeben werden. Diese sollten großzügig aufgerundet werden.

Direkt nach der Eingangsbestätigung können Sie mit der Maßnahme beginnen. Der Bewilligungszeitraum für die Umsetzung der Maßnahme beträgt 24 Monate. Nach der Inbetriebnahme, spätestens jedoch 6 Monate nach Ende des Bewilligungszeitraums, sind mit dem Verwendungsnachweis die Abschlussrechnung des Heizungsbauers, Fachunternehmererklärung und der Nachweis des hydraulischen Abgleichs einzureichen.

 

Wie hoch ist die Förderung?

Investitions-
kosten (brutto)

35 %
Förderung

40 %
Förderung

45 %
Förderung

50 %
Förderung

55 %
Förderung

20.000 € 7.000 € 8.000 € 9.000 € 10.000 € 11.000 €
25.000 € 8.750 € 10.000 € 11.250 € 12.500 € 13.750 €
30.000 € 10.500 € 12.000 € 13.500 € 15.000 € 16.500 €
35.000 € 12.250 € 14.000 € 15.750 € 17.500 € 19.250 €
40.000 € 14.000 € 16.000 € 18.000 € 20.000 € 22.000 €
45.000 € 15.750 € 18.000 € 20.250 € 22.500 € 24.750 €
50.000 € 17.500 € 20.000 € 22.500 € 25.000 € 27.500 €
55.000 € 19.250 € 22.000 € 24.750 € 27.500 € 30.250 €
60.000 € 21.000 € 24.000 € 27.000 € 30.000 € 33.000 €

Ermitteln Sie hier Ihre zu erwartende Förderung mit unserem Fördermittelrechner

Pellets werden auch regional gefördert!

Förderungen gibt es nicht nur vom Bund: Neben der BEG-Förderung wird in vielen Regionen das Heizen mit einer Pelletheizung auch kommunal oder länderspezifisch gefördert. Grundsätzlich können Landesförderungen mit der BEG-Förderung kumuliert werden. Sie sind dabei auf eine maximale Gesamtförderung in Höhe von 60 % der Investitionskosten gedeckelt.

Hier finden Sie einen Auszug regionaler Zuschüsse und Förderkredite von Ländern, Städten und Gemeinden:

 

Darüber hinaus bieten einige Bundesländer auch zinsgünstige Darlehen. Diese Förder-Übersicht entspricht unserem aktuellen Kenntnisstand. Alle Angaben ohne Rechtsanspruch und Gewähr.

Sie kennen eine weitere regionale Fördermöglichkeit, die hier nicht aufgelistet ist?
Dann kontaktieren Sie uns gerne per Telefon unter 08204/2980-0 oder E-Mail an info@oekofen.de